Das erste Reiselfinger Wanderreitertreffen, verbunden mit einem Hoffest des Reiselhofs, veranstaltet Reinhard Barsch am Wochenende 25. und 26. Juli.
Foto: Gerold Bächle
Reiselfingen – Reinhard Barsch hat das Wanderreiten erst durch seine Tochter Eva, die Pferdenärrin entdeckt, heute kann er sich kein schöneres Hobby mehr vorstellen. Nach einer schweren Krankheit kann er sich hier erholen, auf dem Rücken der Pferde die Natur genießen.
Endlich hat sich für Reinhard Barsch ein Traum erfüllt mit der Pacht des Reiselhofs. Bei den Pferden findet er Ruhe, Entspannung, aber auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Vor knapp zwei Jahren hätte sich der Anästhesiepfleger dies nicht träumen lassen. Für Barsch, der stets gefordert war im Beruf oder im Verein als Vorsitzender der Gori-Zunft, hieß es urplötzlich Stopp, nachdem ihn ein Schlaganfall ereilte und er halbseitig gelähmt war. Bis heute hat er sich nicht erholt, die Arbeit mit den Pferden sei für ihn Beschäftigungstherapie, erklärt er. Doch diese Arbeit gibt ihm Kraft und auch den nötigen Optimismus für seinen weiteren Lebensweg. Nicht nur, dass er selbst dem Wanderreiten frönt, auch bietet er ungeübten Reitern die Möglichkeit zum Ausritt in die nähere Umgebung. Mit drei ausgebildeten Pferden kein Problem, ob stundenweise, halbtags oder mehrtägige Touren. Da wartet der 13-jährige Haflinger Wallach Marco auf den Ausritt, ebenso der 16-jährige Haflinger Wallach Aron und das elfjährige Welsh-Wallach-Pony Pablo. Gerade bei Festen oder Kindergeburtstagen ist das Reiten nicht nur bei den jungen Mädchen das Allergrößte.
Zu diesem Angebot kommt das Wanderreiten, das Reinhard Barsch auch mit seinen Pferden anbietet. „Man kann mit allen Pferderassen wanderreiten. Die robust gehaltenen Pferde zeichnen sich durch ihr ruhiges und ausgeglichenes Gemüt jedoch besonders aus“, sagt der Pferdefreund. Vor einem Jahr wurde der Verein Wanderreiten im Naturpark Südschwarzwald gegründet mit dem Ziel nicht nur dieses schöne Hobby zu etablieren, sondern auch verschiedene Anlaufstellen miteinander zu vernetzen. Bereits jetzt schon haben sich 20 Wanderreitstationen angeschlossen, darunter sind schöne Gaststätten mit Übernachtungsmöglichkeiten und drei pferdefreundliche Unterkünfte. Dieser neuen Attraktion im Naturpark Südschwarzwald, hier werden die Wanderreiter auch tatkräftig unterstützt, wird nun auch Landrätin Dorothea Störr-Ritter einen Besuch beim Hoffest abstatten. Der sanfte Tourismus hat mittlerweile im südlichen Teil des Naturparks ein durchgehendes Netz von Übernachtungsmöglichkeiten aufgebaut, sodass ein Wanderritt über zwei Wochen gut möglich ist. Eine Station davon ist der Reiselhof in Reiselfingen. Hier bietet Reinhard Barsch die Übernachtung der Pferde in Boxen, Offenstall, Weide oder Paddock. Für die Reiter selbst stehen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügungen. Der Gepäcktransport zur nächsten Station ist hier auch gesichert. „Für den örtlichen Tourismus ist Wanderreiten eine neue und zukunftsweisende Möglichkeit, auf die Landschaft und die vielen Attraktionen rund um Löffingen aufmerksam zu machen“, sagt Barsch.
Am kommenden Wochenende lädt Reinhard Barsch nun zu einem Hoffest mit Wanderreitertreffen ein. Hier kann sich jeder Gast einmal von diesem neuen sanften Tourismus überzeugen, dazu gibt es Attraktionen für Groß und Klein, für Ross und Reiter. Vom Wanderreiterlager bis zum Übernachten im Tipi, vom Ponyreiten bis hin zum Bogenschießen.
Beginn des Hoffests ist am Samstag, 25. Juli, um 16 Uhr mit dem Eintreffen der Wanderreiter, um 19 Uhr folgt ein rustikaler Grillabend mit dem „Schwarzwald Sound“. Am Sonntag wird der Musikverein Reiselfingen zum Frühschoppenkonzert aufspielen. Um 14 Uhr gibt es eine Friesenquadrille und um 15 Uhr Bogenschießen vom Pferd.
http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/loeffingen/Auf-Pferderuecken-durch-die-Natur;art372525,3868889