27. Juli 2009
Das Wanderreiten lockt als eine neue Attraktion

- Die Förderung des Wanderreitens hat sich der Naturpark Südschwarzwald auf seine Fahnen geschrieben. Gestern stellte Landrätin Dorothea Störr-Ritter (vorne rechts mit Ehemann Hans, MdB Rita Schwarzelühr-Sutter und Ortsvorsteher Martin Lauble) die neue Broschüre vor. | Foto: Christa Maier
In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Südschwarzwald wurden unter Berücksichtigung von Naturschutz und Forstbelangen bisher Höfe zwischen Bernau und Grimmelshofen, Furtwangen und Rickenbach ausgewiesen, die die vom Verein überprüften Qualitätsstandards wie pferdegerechte Weidezäune, Wasserstellen oder Raum für Sattel- und Zaumzeug erfüllen. Viele Höfe bieten einen Stallplatz für Pferde an, saftige Weiden und Übernachtungsmöglichkeiten sind bereits überall garantiert. Einige Gaststätten haben Pferdeparkplätze mit Anbindemöglichkeiten eingerichtet, so dass Ross und Reiter eine ausgiebige Rast im Südschwarzwald einlegen können.
Im Rahmen der Einweihung des Reiselhofs in Reiselfingen begrüßte Landrätin Dorothea Störr-Ritter das Wanderreiten als Bereicherung der zahlreichen Aktivitäten im Landkreism auch wenn sie selbst sich bisher eher auf die "eigenen Hufe" verlassen habe. Die Landschaft zu schützen, aber auch zu nutzen, habe sich der Naturpark Südschwarzwald zur Aufgabe gemacht. Wenn Schutz und Vermarktung in Einklang stünden, sei dies eine großartige Sache zum Wohl der Region und der Menschen, die darin leben.
Um dieses Ziel zu erreichen, bedürfe es Mitstreitern wie des Vereins "Wanderreiten", der durch die Stützpunkteinrichtung eine praktische und fortschrittliche Idee verwirklichte. Sie dankte Reiselhofbetreiber Reinhard Barsch für den Mut und die Risikofreude und bezeichnete ihn als Mensch mit dem richtigen Gespür. "Petrus muss ein Wanderreiter sein" blickte Barsch in einen strahlend blauen Himmel, unter dem sich viele Gäste aus nah und fern mit und ohne Pferde bei den Klängen des Musikvereins Harmonie Reiselfingen versammelten. Natur erleben, umweltbewusst reisen, Erlebnis pur, das Kennenlernen der Landschaft und Pferde im Naturpark, waren nur einige Stichworte, die er mit dem Wanderreiten in Verbindung brachte. Mit seiner Idee habe der Hofbetreiber "strukturelles Niemandsland" erschlossen, sagte Ortsvorsteher Martin Lauble, der Landrätin und Naturparkvertreterin zu Rundflügen über die Wanderreitregion einlud.

